Eisele feiert Richtfest für ein automatisches Behälterlager in Waiblingen

Am 20. Oktober 2017 fand im Waiblinger Gewerbegebiet an der Lise-Meitner-Straße das Richtfest für ein neues automatisiertes Kleinteilelager der Eisele Pneumatics GmbH & Co. KG statt. Mit der Standorterweiterung stellt das mittelständische Familienunternehmen mit 160 Mitarbeitern die Weichen für weitere Internationalisierung und begegnet dem digitalen Wandel in der Logistikkette.

Der Kabarettist Thomas Schreckenberger parodierte das Thema Digitalisierung bei seinem Auftritt anlässlich des Richtfestes in Form einer fiktiven Diskussionsrunde hochrangiger Politiker – darunter Angela Merkel und Edmund Stoiber – in der diese überraschend wenig zum Thema zu sagen hatten.Umso mehr beizutragen hatte Bauherr und Eisele-Geschäftsführer Thomas Maier: Für ihn steht die Digitalisierung der mittelständischen Unternehmen in der Region im Mittelpunkt, um fit für die Zukunft zu bleiben. Dabei geht es wie bei Eisele vor allem um die Optimierung der Geschäftsprozesse vom Auftragseingang und der Produktionsplanung über die Fertigung und Qualitätskontrolle bis zu Lagerung und Versand. Um auf dem Weltmarkt wirtschaftlich zu sein brauche es nicht nur bessere Prozesse, sondern auch neue Produkte. Eisele strebt laut Thomas Maier einen durchgehend papierlosen Prozess an, an dessen Ende die Verbindung zum neuen automatisierten Kleinteilelager steht. Der gesamte interne Informationsaustausch des Unternehmens wird bis zur Inbetriebnahme des Lagers auf elektronischem Weg ablaufen, von digitalen Aufträgen bis hin zur digitalen CAD-Daten- und Zeichnungsausgabe.Effiziente Prozesse sieht Maier neben der aktiv betriebenen Internationalisierung des Unternehmens und dem Fokus auf Zukunftsthemen wie die E-Mobilität als einen der wichtigsten Beiträge zur langfristigen Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze in Waiblingen.

 

Der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky betonte in seiner Rede die Bedeutung engagierter lokaler Unternehmen für die Zukunft der Stadt Waiblingen und sprach seine Bewunderung für das ambitionierte Vorhaben aus. Thomas Maier freute sich ausdrücklich über die Unterstützung der Stadt bei der Umsetzung des komplexen Bauprojektes. Vom Grundstückserwerb über die Abwicklung der Baugenehmigungen habe sich die Verwaltung der Stadt aktiv ins Zeug gelegt, um das Bauprojekt zu ermöglichen. Er sei sehr dankbar dafür, denn die Verbundenheit zur Region Stuttgart und zur Stadt Waiblingen sei ihm sehr wichtig. „Wirtschaft heißt nicht nur in der Region zusammen zu arbeiten, sondern auch zusammen zu leben und die kommunale Gemeinschaft zu stärken“, so Maier.

 

Den sichtbaren Teil der neuen Logistikprozesse konnten die Gäste vor Ort in Augenschein nehmen: Die Stuttgarter viastore SYSTEMS GmbH errichtet in dem Rohbau ein automatisiertes Kleinteilelager mit vier Gassen, das Platz für 17.280 Behälter bietet und bei Bedarf auf bis zu 26.780 Behälter erweitert werden kann. Da Eisele vor allem kompakte Bauteile für den Anschluss von Schlauchleitungen produziert, handelt es sich dabei um Kunststoffboxen in unterschiedlicher Größe. Diese werden von fünf sogenannten Shuttles bewegt. Die Shuttles fahren auf Schienen, die an den Regalzeilen angebracht sind und werden über Lifte auf die jeweilige Regalebene gehoben. Sie können auch selbständig die Regalgänge wechseln, wodurch der vorhandene Platz optimal genutzt wird.

 

Eisele hat durch seine erfolgreiche internationale Expansion insbesondere in den USA und Asien viele Automobilkunden hinzugewonnen, die alle gleichermaßen pünktlich beliefert werden müssen. Durch das neue Kleinteilelager sollen die schnelle Verteilung und der Vertrieb der Waren gesichert werden. Mit dem Neubau begegnet Eisele dem enormen Kostendruck im stark umkämpften Markt der Zulieferindustrie. Fertiggestellt wird das Lager zusammen mit weiteren Produktions- und Büroflächen voraussichtlich im Mai 2018. Im Anschluss an die Fertigstellung erfolgt der Umzug der kompletten Firma vom Ameisenbühl an den neuen Standort in der Lise-Meitner-Straße. Auch Freiflächen für künftiges Wachstum sind dort vorhanden.

 

Im Anschluss an die Besichtigung feierten die Gäste bis in den Abend zur Musik von „The Good, the Bad and the Ugly“ aus Steinheim, die unter dem Motto „International Tanzmusik“, die Hits der letzten 40 Jahre musikalisch „auf den Kopf“ stellten.